Areal Dreispitz Basel

Nutzungsprogrammierung Parkhaus Ruchfeld (2014/2015)

Eingeladener Wettbewerb 2013/14

Siegerprojekt «Parking & More»

Auftraggeber:

Christoph Merian Stiftung Basel

Team:

Leader: HHF Architekten, Basel: HERLACH HARTMANN FROMMENWILER
Struktur: Engineer WMM Ingenieure
Programming: Intosens – urban solutions
Sustainability: Intep - Integrale Planung GmbH
Landscape: Topotek 1
Mobility: Glaser, Saxer, Keller

Arbeiten intosens:

Nutzungskonzept und -programmierung 
Nutzerkontakte
Transformation Identitätsbestand

Entwicklungsabsicht Gesamtareal 

Vielfalt, Öffentlichkeit und Herkunft: Dienstleistungen, Gewerbe, Wohnen, Kultur, Freizeit
Grün- und Freiräume einrichten
Neues Stadtquartier – Profil durch Nutzungsmix
Dach wird urbanes Stück Stadt

Nutzungsabsicht Parking & more

Parkplätze (parking) und kommerzielle Nutzungen (more)

Projektdaten

Gebäudegrundfläche 8'000 m2
Bruttogeschoss         41'000 m2
Nutzbarer Boden      39'500 m2
Gebäudevolumen   406'000 m3

Parking & More – Presented at Chicago Architecture Biennial 2017

Das Basler Industrie- und Gewerbeareal Dreispitz umfasst fast 500'000 m2 und ist eines der grössten Entwicklungsprojekte der Schweiz. Öffentlichkeit, Vielfalt und Herkunft legen das Fundament zur neuen Stadtteilentwicklung im Dreispitz-Areal, das sich je zur Hälfte auf die beiden Kantone Basel-Stadt und Basel-Land verteilt.

Die Christoph Merian Stiftung (CMS) schrieb im 2014 einen zweistufigen Wettbewerb aus, um dem Areal im Süden von Basel mehr Leben einzuhauchen. Die Frage lautete: Wie könnte das bestehende Parking Ruchfeld umgebaut oder ergänzt werden, dass neue Nutzungen möglich werden? Nutzungen, die dem entstehenden Quartier zugute kommen und ihm einen Charakter verleihen. Intosens entwickelte in Zusammenarbeit mit HHF Architects die Nutzungsprogrammierung für das Projekt «Parking & More».

Zur Programmierung der vier Nutzungsmodule für das Parkhaus Ruchfeld kontaktierte intosens bereits mögliche passende Nutzer und setzte ihre Bedürfnisse in den Projektentwurf «Parking & More» ein. Entstanden ist eine publikumsorientierte Programmierung mit Parkplätzen – also einem Parkhaus (parking) und einer kommerziellen Mischnutzung (more). Über das heutige Gebäude mit der bestehenden Standard-Stahlstruktur wird eine neue, grössere Betonfachwerkhülle gestülpt. «Parking & More» wird zum produktiven Stadt-Scharnier.

Erst mit dem Nutzer zieht Leben ein!

Diese Devise kommt hier voll zur Anwendung. Eine Reihe von kleinen Geschäften, urbanen Bars und trendigen Restaurants im Erdgeschoss tragen zu einer vibrierenden und lebhaften Strasse bei. Der städtische Platz wird durch verschiedene Sportangebote und temporäre Pop-up-Stores belebt. Als Nutzungsnovität wird in den oberen Etagen ein Motel mit modulartigen Zimmern eingesetzt. Das Dach ist für eine «städtische Landwirtschaft» (Urban Farming) vorgesehen und bietet neben frischem Gemüse eine Grünanlage mit Restaurant, Bar und eine Eventhalle mit Blick auf die Stadt Basel. Zur authentischen «Stadtwerdung» sind auch Möglichkeitsräume vorzusehen, damit Chancen zur Aneignung enstehen und eine Kultur der Vielfalt realistisch wird.

Der interne Kreislauf wird zentral mit zwei spiralförmigen Rampen bis zum Dach organisiert. Sie bilden das Gelenk zwischen den beiden Flügeln des Projekts und ermöglichen einen direkten Zugang für Autos und Fahrrädern zu allen Etagen und Nutzungen. Ein Fussgänger-«sideway» innen an den Rampen führt auch Besucher zur Aussichtsterrasse.

Das Nutzungskonzept «Parking & More» kürte CMS im Januar 2015 zum Siegerprojekt. Es wurde ausgewählt für die Chicago Architecture Biennial 2017 und wird dort bis Juli 2018 präsentiert.

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